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On Tour # 18 – Langeln – 2. Hügelgräbermarathon am 24.05.2010 - Bericht Christian Hottas

Langeln – 2. Langelner Hügelgräber-Marathon am 24.05.2010 – Bericht von Christian Hottas

Manchmal ist es ganz einfach der Wetterumschwung, der das Erleben und die Atmosphäre eines Marathons vollständig verändert: So herrschten am 19.07.2009 beim 1. Langelner Hügelgräber-Marathon bis zu 26 °C bei praller Sonne, während das Thermometer am Pfingst-Montag, dem 24.05.2010, gerade einmal 12 °C erreichte, und dies bei zwei heftigen Schauern.

Doch damit war es nicht getan mit den Unterschieden zwischen den beiden Auflagen dieses landschaftlich schönen und abwechslungsreichen 10-Runden-Marathons, der ziemlich genau zur Hälfte (nämlich erstes und letztes Viertel der Runde) auf dem Ochsenweg von Wedel ins dänische Viborg verläuft:

2009 war dieser Lauf mit gerade einmal 37 Teilnehmern eher ein Geheimtipp gewesen, und auch wenn der Hemdinger Bürgermeister Dr. Hans-Hermann Sass und zwei Langelner mitliefen, so hatten die Bewohner von Langeln eher überrascht und distanziert reagiert.

Ganz anders 2010: Diesmal hatte sich die Gemeinde Langeln selbst mit eingebracht, stellte immerhin eine (= die einzige teilnehmende) Staffel sowie fünf Einzelläufer und organisierte vor allem eine Art Dorffest im Start-/Zielbereich am Ortsrand. Vor allem aber hatten dieses Mal 83 Läufer/innen gemeldet, darunter Läufer aus den Niederlanden, Schweden und Dänemark.

Das Orga-Team mit Arne Franck, Claudia Erdmann sowie Doris & Mario Sagasser (außer Arne liefen übrigens alle Co-RDs mit) hatte wieder einmal erstklassig gearbeitet: Im Start-/Zielbereich gab es genügend viele Bänke und Tische, ein kleines Festzelt als Zuflucht vor den Schauern und einen Verpflegungsstand mit allem, was das Läuferherz begehrt: Cola, Apfelschorle, Wasser, dazu Äpfel, Bananen, Wassermelone, Honigmelone, selbstgebackenen Schoko- und Käsekuchen, Rosinen und noch einiges mehr. Auf der Strecke war jeder 500-m-Abschnitt markiert, dazu bei jedem vollem Kilometer ein Kilometerschild aufgestellt.

Hatte es noch auf der 40minütigen Hinfahrt von Hamburg aus regelrecht geschüttet, so hörte es prompt auf zu regnen, als wir den 400 Meter von Start & Ziel entfernten Parkplatz in Langeln erreichten. Doch wenige Sekunden nach dem pünktlichen Start setzte erneut ein Wolkenbruch ein, so dass alle Teilnehmer binnen weniger Sekunden komplett durchnässt waren. Wohl dem, der (wie Christine Schroeder) als Pessimist seine Regenjacke angezogen hatte!

Der erste Kilometer auf Asphalt führte uns bereits an zwei der vier aus der Bronzezeit stammenden Langelner Hügelgräber. Nach einem scharfen Linksknick, mit dem wir den Ochsenweg verließen, konnten wir, nun auf betonierten Spurwegen laufend, dieselben Gräber noch einmal von der Rückseite sehen.

Bis etwa km 2,5 liefen wir auf diesen Spurwegen, meist durch Wiesen und Felder, ehe wir wieder aus Asphalt zurückkehrten und nach Überquerung der Krückau kurz hinter Kilometer 3 wieder den Ochsenweg erreichten. Dieser führte uns nun über die Dorfstraße, vorbei an Bauernhöfen. Am Marathon-Parkplatz knickte er nach links ab, überquerte die Krückau erneut und stieg zum Ziel hin wieder leicht an. Vor dem Rundenende bzw. Ziel galt es jedoch noch ein ca. 200 Meter langes Pendelstück (wieder auf Spurweg) mit einem Wendepunkt zu durchlaufen.

Vom Start weg hatte Co-RD Mario Sagasser (Henstedt-Ulzburg) sein Heil in der Flucht gesucht und dabei auch seine erste „sub 3“-Zeit im Visier gehabt. Allerdings hatte er dabei offenbar ein wenig überzogen, und so musste er im letzten Streckendrittel Sven Sonnenberg (Ostrohe) passieren lassen. Der konnte am Ende die 3-Stunden-Marke auch nicht knacken, sondern siegte in 3:00:40 h, während Mario in 3:02:16 h Zweiter wurde.

Titelverteidiger Sven Peemöller (Bad Oldesloe) wurde in 3:09:15 h diesmal Fünfter, hatte aber dennoch allen Grund zum Feiern, absolvierte er doch ebenso wie Klaus Bangert (Bargfeld-Stegen) seinen 100. Marathon/Ultramarathon, was beiden die Vollmitgliedschaft im 100 Marathon Club bescherte.

Unser „Tines Turtle Team“ wurde bereits nach drei Runden gesprengt, da Team-Chefin Christine Schroeder sich diesmal die Zeit mit kleinen Positionskämpfen vertrieb, was ihr eine 5:11:24 h einbrachte, während sich Peter Wieneke und ich (nach dem Bülker Leuchtturm-Marathon vom Vortag) etwas mehr zurückhielten. Dank konstanter Rundenzeiten reichte es dabei immer noch zu einer 5:23:37 h.

Blöderweise zog zum Ende der fünften Stunde noch ein Gewitter über die Laufstrecke weg, wobei der begleitende Regen Strecke und Läufer noch einmal gut durchnässte. Aber so schloss sich für die 5-Stunden-plus-Läufer hier ein Kreis.

Fazit: Auch bei Regenwetter war der Langelner Hügelgräber-Marathon ein schönes Lauferlebnis mit erstklassiger Organisation, kurzweiliger Strecke und auch im Dunst sehr ansprechender Landschaft. Und so oft läuft man schließlich auch nicht an bronzezeitlichen Hügelgräbern entlang…

Homepage des Veranstalters:  

http://www.100mc.de/

bzw.

http://www.100mc.de/newsartikel.html?&tx_ttnews[tt_news]=877&cHash=e31fea0955

25.5.10 01:28

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