Teichwiesen-Friends On Tour

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On Tour # 75 – Hannover – 1. Eilenriede-Marathon am 16.02.2013 – eigener Bericht

Der 1. Eilenriede Marathon durch Hannovers Stadtwald am Samstag, dem 16.02.2013, war eindeutig eine Idee von Hannovers Marathonchefin Stefanie Eichel. Irgendwann in einer unserer unzähligen Mails oder vielleicht auch bei unserem Arbeitsessen am 21.11.2012 in Volksdorf war sie darauf gekommen, auf diesem zweimal zu laufenden Halbmarathonkurs Anfang 2013 einen Marathon anzubieten. Quasi speziell für mich. Und für meine Freunde, für die Mitglieder meiner „Eskorte 2000“, die mich am 05.05.2013 beim TUI Marathon Hannover begleiten werden. Auch natürlich ein wenig, um als Veranstalter dieses TUI Marathon Hannover etwas eigene PR zu haben…

Nach Rücksprache mit den Teichwiesen-Friends hatten wir uns Anfang Dezember für den Termin 16.02.2013 entschieden. Der passte uns allen irgendwie am besten. Auch Steffi und ihrem Team.

Ursprünglich sollte die Teilnehmerzahl viel kleiner limitiert sein, doch irgendwie setzte sich dann die Idee durch, dass mich dort in der Eilenriede genau 100 Läufer/innnen begleiten dürften. Zeitlimit sollte 6 Stunden sein. Verpflegungspunkte wurden für km 5, 10, 14, 21, 26, 31 und 35 angeboten. Startgeld wurde von eichels: Event nicht erhoben.

Ansonsten durfte ich mich – was ich als außerordentliches Privileg empfand – mit mancherlei Wünschen und Anregungen einbringen. So gab es nach dem Lauf für alle Teilnehmer nicht nur herrlich heiße Duschen in der naheliegenden Sportanlage des SV Eintracht von 1898, sondern auch noch gratis eine sehr leckere heiße Suppe – wahlweise Minestrone oder Kartoffelsuppe – im Vereinslokal ebendort.

Mit Veröffentlichung der Ausschreibung am 10.01.2013 begann der Ansturm auf die 100 Startplätze: Steffi Eichel und ihr EDV-Chef Robert Kremer, hatten mir den direkten Anmeldelink anvertraut, mit dessen Hilfe sich von mir ausgewählte Lauffreunde direkt anmelden konnten. Diese machten rund die eine Hälfte des Teilnehmerfeldes aus. Die übrigen Plätze wurden in mehreren Schüben über zwei Lotterien verlost.

Facebook erwies sich in dieser Vorphase des Eilenriede Marathons als enormer Katalysator. Joe Kelbel mit seinem Vorbericht auf marathon4you.de nicht minder. Wir hatten scheinbar alle unseren Spaß, auch die Hannoveraner Laufszene, von denen ich so manchen Läufer bei dieser Gelegenheit (zunächst virtuell) kennen lernen konnte.

Bereits nach wenigen Tagen waren die 100 Startplätze ratzeputz weg. Ich weiß nicht, wie viele zusätzliche Plätze Steffis Team noch hätte an den Läufer oder die Läuferin bringen können, aber ich vermute mal: ziemlich viele.

Irgendwann waren auch meine Möglichkeiten ausgeschöpft, konnte ich nur noch Nachmelder unterbringen, wenn andere Läufer ausgefallen waren. So profitierte Rosemarie von Kocemba von Ralf Vollmers Mittelfußfraktur, indem sie Ralfs Startplatz „erbte“.

Eine Woche vor dem Marathon verabredeten wir binnen zweier Tage für 18 Teichwiesen-Friends aus Kiel, Stade, Müssen, Marschacht, Adendorf und Hamburg vier Autos als Fahrgemeinschaften.

„Auto 1“ war das von Hellmut Siegert, in dem Christine Schroeder, Martina Ramthun, Joachim Neuhaus und ich mitfuhren. Wir starteten kurz nach 8 Uhr morgens in Sasel und erreichten ziemlich genau zwei Stunden später den Startbereich beim Döhrener Turm, wo wir auch rasch einen guten Parkplatz fanden.

Dicht dabei stand übrigens ein schwarzer Corsa Ferrari mit dem amtlichen „Warnzeichen“ BS – HD 150. Will heißen: Der Fahrer ist „besonders sehbehindert“…

Schnell weiter zum Start-/Zielbereich neben dem Döhrener Turm! Hier verteilte Robert Kremer in einem Pavillonzelt die heiß begehrten Startnummern. Die wiesen übrigens aus, den wievielten Marathon ein jeder hier und heute lief. Bei Zahlengleichstand wurden eben Buchstaben (z. B. 1 A bis 1 E) angehängt. So hatte Christine Nummer 401, ich Nummer 1969 und Rosi Nummer 700

Rob (links) verteilte die Nummern.

Till und Erika sowie weitere „übliche Verdächtige“ lungerten auch schon in Startnähe herum, und so verging die Stunde bis zum Start rasend schnell, zumal wir auch noch die Sporttaschen aus Hellmuts Auto zur Eintracht-Sportanlage brachten, wo sie Carsten Krebs, Co-Geschäftsführer von eichels: Event GmbH, einschließen ließ.

Döhrener Turm mit Till, Heiner, Erika und Wolfgang

Dort lernte ich auch Steff Blockus kennen, der ich am Vorabend des Laufes – als Entschädigung für ihren wegen Krankheit ausgefallenen Eilenriede-Start – einen Platz in meiner „Eskorte 2000“ angeboten hatte.

Wir schafften es gerade pünktlich zum Start, um noch das Briefing mitzuerleben.

„Briefing“ ist natürlich dasselbe „dankbare“ Thema wie „schriftliche Veranstaltungsinformationen“! Jeder erfahrene Marathonläufer weiß ja eh Bescheid, und die unerfahrenen sind zu aufgeregt und mit sich beschäftigt… Irgendwer quatscht zudem andauernd dazwischen… Einige sind noch mit Fotografieren beschäftigt…

Kurz und gut – es hören nur mäßig viele Starter zu! Dabei wurde der Streckenverlauf doch ausführlich erklärt und vor allem die Tatsache, dass wir ausschließlich den roten Pfeilen folgen sollten und dass die wegweisenden Pfähle zudem noch mit Flatterband markiert waren.

Rosi ist bereit zu ihrem M/U # 700.

Nach dem Versagen der Startpistole bretterte die Hundertschaft der Marathonverrückten – zusammen hatten sie 12.006 Marathons zu bieten, also im Schnitt 120 Stück! – wie angestochen los. Schon nach weniger als einem Kilometer befanden Christine, Rosi, Helmut Braun, „Kaleu“ Günter Heyer und ich uns ziemlich am Ende des Feldes. „Schneggi“ hatte sich da schon – elegant und unverkennbar wie immer – links an uns vorbei- und nach vorn durchgemogelt.

Rosi setzte sich auch bald nach vorn ab. Dafür blieb uns Peter Kellermann noch erstaunlich lange erhalten, ehe auch er nach etwa 3-4 Kilometern enteilte. Bis zum VP 1 am Pferdeturm sahen wir auch andere Läufer immer wieder, vor allem nachdem sie sich verlaufen hatten. Einzig Martin Klages blieb eine verlässliche Größe und hielt die „rote Laterne“ von uns fern.

Beim Pferdeturm an der Hans-Böckler-Allee erreichten wir den ersten Verpflegungspunkt. Hier gab es schön warmen Zitronentee, dazu Cola und Wasser, Brot, Squeezys und mehr. Also richtig schön läufergerechte Sachen!

Die Straßenüberquerung kostete ein paar Sekunden extra, weil wir an der Fußgängerampel erst die Grünphase abwarten mussten.

Ich lief inzwischen munter klönend mit Martin Overhoff aus Hannover. In seinen früheren, aktiveren Jahren war er häufiger an den Teichwiesen gestartet; in den letzten Jahren lief er allenfalls als 5-Stunden-„Hase“ in Hannover oder in Hamburg. Weniger Meter hinter uns folgten Christine, Helmut und der Kaleu, während Martin Klages, deutlich zurück, das Feld nach hinten absicherte. Als Polizist kann er dies vielleicht als dienstliche Tätigkeit, sprich: Überstunden, einreichen…

Wir passierten den Steuerndieb und erreichten einige Zeit später – bei km 10 – nahe der Bernadotteallee den VP 2, wo uns Marathonchefin Steffi höchstselbst versorgte! Christine behauptete später, dass ich nach dieser Begrüßung durch Steffi deutlich schneller gelaufen sei…

Jedenfalls setzten Martin und ich uns tatsächlich während der zweiten Hälfte dieser ersten Runde leicht von Christine, Helmut und dem Kaleu ab. Martin verdeutlichte mir das System der Landwehr aus dem 14. Jahrhundert, bestehend aus dornenheckenbewachsenem Vorwall, Wassergraben, dornenheckenbewachsenem Hauptwall (auf dessen Resten wir zumeist liefen) und weiterem Wassergraben.

Wir umrundeten den Zoo und erreichten bei km 14 erneut den VP am Pferdeturm, wo ich ein weiteres Mal sehr nett begrüßt und umarmt wurde. Diesmal von Ingrid Johannes, die ich beim Hannover Marathon am 05.05.2002 (!), ihrem Marathondebüt, von km 2 bis zum Ziel begleitet hatte. Damals hatte sie von einer Zeit unter 4.20 Std. geträumt. Bei HM hatten wir 2.10.00 h auf der Uhr und im Ziel eine 4.17er Zeit. Später (im September 2003) waren Angela Gargano, Michele Rizzitelli, Uli Schulte und ich dann anlässlich des Münster-Marathons Übernachtungsgäste bei Ingrid und Heinz Johannes. Inzwischen wohnen die Johannes’ jedoch wieder in Laatzen, also dicht bei Hannover…

Die Welt ist manchmal ein Dorf!

Nach 2.45.41 h hatten Martin und ich dann unsere erste Runde hinter uns. Kurz nachdem wir den ebenfalls üppig ausgestatteten VP an Start & Ziel verlassen hatten, sahen wir den führenden Läufer heraneilen. Es war – wie ich bereits am Vorabend auf Facebook prognostiziert hatte – Johannes Haßlinger, der nur noch die letzten Meter seiner zweiten Runde plus eine abschließende ca. 600 Meter lange Schleife vor sich hatte. Wir hätten ihm zwar locker noch entkommen können, nahmen die Überrundung in dieser Schleife jedoch in Kauf, um ihm zu applaudieren und ihn zu fotografieren.

Johannes in seiner Schlussschleife

Johannes gewann also den 1. Eilenriede Marathon in 2.48.35 h und eilte sogleich heim in Richtung Nienburg. So kam er gerade rechtzeitig noch dort im Kreisssaal an, um bei der Geburt seines Sohnes Keke Leopold dabei sein zu können! Herzlichen Glückwunsch nochmals an dieser Stelle zum Marathonsieg und zur Geburt des prächtigen Sohnemanns!!!

Martin und ich bummelten nun ein wenig in die zweite Runde hinein, um das Trio hinter uns, das die erste Runde in 2.47.43 h (Günter), 2.47.53 h (Christine) bzw. 2.47.54 h (Helmut) beendet hatte, aufschließen zu lassen.

Nach rund einem Kilometer stießen wir auf einen Spaziergänger mit Hund und Kind, bei dessen Anblick wir zunächst unseren Augen kaum trauten. Wir drehten und noch einmal um und wurden prompt von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder freundlich gegrüßt. Ich fragte kurz, ob ich ihn fotografieren durfte, und durfte…

Christines, Günters und Helmuts Erstaunen war ähnlich wie das unsere, nur dass die drei sich nicht umdrehten. Als Christine Schroeder wenig später ihrem Mann Rolf Schroeder per Mobiltelefon mitteilte, dass sie gerade eben Gerhard Schröder getroffen hatte, mochte Rolf Schroeder dies erst kaum glauben.

Marathonchefin Steffi Eichel als VP-Helferin mit unseren Fahrrad-Sanitätern

Von km 25 bis etwa 32 blieben wir nun als Quintett zusammen, wobei gelegentlich der Kaleu, meist jedoch Helmut ein wenig zurückfiel und wir ihn immer wieder langsam aufschließen ließen. Bei km 32 beschloss Martin dann, dass es ihm so auf die Dauer zu kalt würde, und gab Gas. Bis ins Ziel sollte er uns rund eine Viertelstunde abnehmen.

Christine auf dem ehemaligen Hauptwall der Landwehr

So bummelten wir halt als Quartett weiter, begleitet von zwei Sanitätern auf Fahrrädern.

Eigentlich sahen wir aus wie die Schlusslichter, waren es jedoch nicht. Zwar war Martin Klages nach der ersten Runde und 3.17.01 h ausgestiegen und hatten wir auch niemanden wissentlich überholt, aber dennoch sollte noch jemand hinter uns sein, wie wir gehört hatten…

Im Bereich Bischofshol hing Helmut zwischenzeitlich dann so weit zurück, dass wir ihn schon fast aufgaben, aber kurz vor Rundenende war er dann doch wieder da, und so bogen wir gemeinsam zu viert in die Schlussschleife. Mit kleinen Tempovariationen schafften wir es dann, die Ziellinie genau nach 5.55.55 h zu überqueren!

Ein super-schöner Lauf war im Kasten! Und für mich M/U # 1969…

Nach diversen Einzel- und Gruppenfotos wollten wir gerade in Richtung Duschen aufbrechen, als das Besenfahrrad in Sicht kam und mit ihm Rosi. Die hatte sich nämlich während der ersten Runde von uns nach vorn abgesetzt, ihre Gruppe jedoch dann anlässlich einer gepflegten Toilettenpause verloren und sich – nun „mutterseelenallein“ – auch prompt verirrt. So war sie hinter uns geraten, hatte Runde 1 in 3.06.23 h beendet und war während der gesamten zweiten Runde Schlusslicht geblieben. Christine und ich begleiteten sie während ihrer kleinen Schlussschleife und eskortierten sie bis ins Ziel, wo sie nach 6.14.12 h ihren 700. Marathon/Ultramarathon erfolgreich abhaken durfte.

Rosi kurz vor dem Ziel zwischen Christine und mir

Herzliche Glückwünsche also auch an Rosi, die diesen M/U # 700 sicherlich ebenso wenig vergessen wird wie ihren 600. M/U am 20.03.2010 auf der dänischen Miniinsel Christiansø (nördlich von Bornholm).

Nach einer ausgiebigen heißen Dusche saß ich dann mit Steffi, ihrem Mann Michael, ihren Eltern, Christine, Martina, Hellmut, und Joachim noch gemütlich im Eintracht-Vereinslokal beisammen, wo ich auch meine leckere Minestrone verzehrte.

Und kurz nach 20 Uhr waren wir Hamburger wieder wohlbehalten in Sasel.

Fazit: ein wunderbar verrückter und stimmungsvoller Marathon in Hannovers Stadtwald Eilenriede, super-nette Kontakte zu den Veranstaltern, perfekte und absolut läufergerechte Organisation.

Bleibt von unserer Seite nur ein sehr herzlicher Dank an Steffi und ihr gesamtes Team, verbunden mit dem Wunsch, dass dies nicht der letzte Eilenriede Marathon war. Wir kommen jedenfalls sehr gerne wieder!

26.2.13 23:48

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